KLINISCHES SEMINAR 02/22

Que(e)re Psychotherapie – Geschlechtervielfalt verstehen:
Psychotherapeutische Kompetenzen in der Arbeit mit LGBTIQ Menschen

Homo- und Bisexualität wurden bis 1992 als Krankheiten und Störungen eingeordnet und erst in der ICD-10 entpathologisiert. Heute wird davon ausgegangen, dass die sexuelle Orientierung nichts mit einer krankhaften Entwicklung zu tun hat, sondern wie die Heterosexualität das ganze Spektrum von Gesundheit und Krankheit enthält. Auch die Geschlechtsinkongruenz (Trans*) wird heute (mehrheitlich) nicht als psychische Störung dargestellt, wobei die Entpathologisierung in den Diagnosemanualen noch ausstehend ist. Ist somit ein Seminar zu LGBTIQ-Themen heute nun überflüssig?!

Unsere Gesellschaft bleibt geprägt von einer binären Heteronormativität. LGBTIQ-Personen sind spezifischen Minoritätenstressoren ausgesetzt. Dazu gehören Stressoren wie Marginalisierung, Diskriminierung oder Gewalt wie auch Stressoren, die mit einer Geheimhaltung der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität verbunden sind, eigene bewusste oder unbewusste Queernegativität (z.B. internalisierte Homophobie oder Transphobie) und Ängste in Bezug auf Reaktionen beim öffentlichen Coming-Out.

Im Seminar setzen wir uns mit Geschlechtervielfalt, Sprachsensitivität, Stigmatisierungsprozessen und eigenen Erfahrungen von Privilegierung und Diskriminierung auseinander und gehen der Frage nach, wie wir (möglichst) diskriminierungsfreie und sichere Therapiebeziehungen und -räume anbieten und gestalten können. Dabei wechseln sich fachspezifische Wissensinputs mit Selbstreflexion und Raum zur Fallbesprechung ab.

Termin
18. bis 20. Februar 2022

Teilnahmegebühr
330,00 Euro/735,00 SFr. (inkl. Raumkosten)

Tagungsort
Zürich

Trainerinnen
Kleeb, Petra, lic. phil.
Eidg. anerkannte Psychotherapeutin, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, Gestalttherapeutin IGW, Weiterbildung in Health Care Management & Leadership. Mehrjährige Praxistätigkeit in Zürich sowie leitende Psychologin sozialpsychiatrisches Ambulatorium Burgdorf. Diverse Weiterbildungen und Arbeitsschwerpunkte u.a. Traumafolgestörungen und LGBTIQ-Themen. Lengsfeld, Dorothee, Dipl. Psychologin, Gestalttherapeutin (DVG), Mitglied der Ausbildungsleitung IGW, Trainerin, Lehrtherapeutin, Supervisorin am IGW, nach langer angestellter Tätigkeit, auch in Führungsposition, nun selbständig tätig.

Saladin, Rebecca, lic. phil.
Dipl. Geografin, Eidg. anerkannte Psychotherapeutin, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, Gestalttherapeutin IGW, Weiterbildung in Organisationsberatung und Mediation. Mehrjährige klinisch therapeutische Tätigkeit in verschiedenen Institutionen. Seit 2019 selbständige Praxistätigkeit sowie Co-Leitung Beratungs- und Schlichtungsstelle für Mitarbeitende der Universität Zürich. Arbeitsschwerpunkte mit u.a. LGBTIQ-Themen, Depressionen, Ängste und arbeitsbezogene Belastungs- und Konfliktsituationen.

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