Gruppeneinteilung

Termin Kompakttraining 2019

28. Juli (Anreise) bis 9. August 2019

 

1. Woche: 28. Juli (Anreise) bis 2. August 2019
2. Woche: 4. August (Anreise) bis 9. August 2019

 

Workshops Gruppe A

1. Woche: Julianne Appel-Opper
Heilsame Körperdialoge im interkörperlichen Feld

Wie ein/e KlientIn den Raum betritt, sich hinsetzt, gestikuliert und spricht, all das erzählt körpersprachliche Geschichten darüber, wie mit diesem Menschen umgegangen wurde und wie diese Person darauf reagierte. Wie ein Orchester spielt der lebendige Körper eine Grund-Melodie von dem was sie/er erfahren hat, wie sie/er be-hand-elt worden ist, getröstet wurde oder ungetröstet blieb. Die MusikerInnen des Orchesters entstammen hierbei der Lebensspanne des Körpers mit klingenden Tönen von jeder Altersstufe, welche einmal leiser oder lauter zu hören sind. Die Melodie erzählt und beeindruckt, wie dieser lebendige Körper in diesem Moment in der Welt ist und wie die Welt sich ihr/ihm präsentiert. (Merleau-Ponty). In einem interkörperlichen Feld beeindrucken TherapeutIn und KlientIn einander im Gegenüber. Rhythmen und Melodien senden körpersprachliche Gestalten, parallel zu den gesprochenen Worten und zum Schweigen. Das Seminar bietet Gelegenheit, die eigenen körpersprachlichen Geschichten bzw. Gestalten und auch Körperdialoge zu erkunden auch mit dem Fokus, wie diese einer therapeutischen Bearbeitung zugänglich gemacht werden können. Die Arbeitsweise von körpersprachlichen Interventionen und Experimenten, bei denen im körperlichen Dazwischen ohne direkten Körperkontakt gearbeitet wird, wird vorgestellt.

Seminar in deutscher Sprache, die Trainerin versteht auch englisch.

 

2. Woche: Werner Gill
Gestalttherapie

„Holding on to anger is like drinking poison and expecting the other person to die.“ (Buddha)
„Ein Meister vereint die Aspekte der Schöpfung, der Erhaltung und der Zerstörung in einer Person. Er oder Sie vertreibt die Finsternis und begleitet die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg zum Licht. Diese Praxis der Lehre bezeichnet einen inneren Erkenntnisweg.“ (Werner Gill)
„Heute heißen die Blinden Berater. Das ist weniger diskriminierend.“(Elfriede Jelinek)
Eine Woche Selbsterfahrung, Selbsterkenntnis und Reflexion in der Gruppe mit Hilfe der Gestalttherapie.

 

Workshops Gruppe B

1. Woche: Brigitte Rasmus
Gestalttherapeutische Arbeit mit Träumen

Unsere Traumwelt bietet ein beachtliches geistiges Kräftereservoir, das wir nutzen können, wenn wir mit unseren Träumen und mit denen unserer Klienten arbeiten. Träume begleiten innere Prozesse, die noch nicht nach außen treten können. So, wie in vielen Stammesgesellschaften Träume gespielt und getanzt wurden, um ihre Wirksamkeit für den Stamm zu entfalten, erforschen wir bei der gestalttherapeutischen Arbeit mit Träumen, wie innere Bewegungen und Bilder sich in äußere Bewegung verwandeln können, in neues Fühlen, Denken und Tun.

 

2. Woche: Garry Soto Hoffmann*
Movement and Dance for Every Body!

This seminar will look at movement and dance as a source of somatic awareness, self discovery, healing, transformation, expression and creativity.
Students will be presented with a series of exercises to help them to connect to their kinesthetic and emotional bodies, time and space to express themselves, time to dance, create and have fun. Students will work alone, in partners, and group situations.

*Seminar in englischer Sprache, der Trainer versteht auch deutsch

 

Workshops Gruppe C

1. Woche: Monica Somacal Graf
Sexualität, Eros und Sinnlichkeit

Neugierig, lustvoll, anregend und mit viel Respekt werden wir uns diesem wichtigen menschlichen Thema annähern. Eigene Werte, moralische Vorstellungen haben einen direkten Einfluss auf Wachstum und Entwicklung. Sexualität ist lernbar. Lustvolles Lernen über die Sexualität von Frauen und Männern, gepaart mit vielen achtsamen Körperübungen, (einzeln und in der Gruppe) sind ebenso Bestandteil, wie einige wesentliche Aspekte von Sexocorporel nach dem Konzept von J.Y Dejardin.
Sie erweitern eigene Grenzen, reflektieren Wünsche und Fantasien. Vielleicht machen Sie Bekanntschaft mit noch nicht Belebtem und verspüren die Sehnsucht dies „schamlos und würdevoll“ ins eigene Liebesleben zu integrieren. Ich verführe Sie in die Welt der systemischen Sexualtherapie nach Uli Clement, so dass Sie am Schluss einen bunten Strauss mit nach Hause nehmen können.

 

2. Woche: Thomas Schön
Als Kind erträume ich mir hundert Leben… als Jugendliche/r zweifle ich daran… bis als Erwachsene/r ich in einem nur mich finden kann?

Wenn wir auf unsere eigene Kindheit und Jugend zurückblicken, können unterschiedliche Gefühle auftauchen wie Erleichterung, Wehmut, aber auch Zweifel. Wie haben sich diese Gefühle und Einstellungen im Laufe unserer Entwicklungsgeschichte verändert und vor allem: wie haben sich unsere Lebensträume seit damals verändert?
Wir wollen diesen Fragen nachgehen und uns gegenseitig teilhaben lassen an unseren individuellen Entwicklungsgeschichten und persönlichen Antworten.
Die Gestalttherapie versucht Menschen und ihr Umwelt-Feld in ihrer Entwicklung zu unterstützen, sie ist existenziell, erlebniszentriert, experimentell (Lore Perls) und sie ist entwicklungsorientiert. Wir wollen die Entwicklungsperspektive der Gestalttherapie mit Hilfe kreativer Medien und Theorieinputs kennenlernen und gemeinsam vertiefen.

 

Workshops Gruppe D 

1. Woche: Günter Pröpper
Kontakt – Begegnung – Berührung

„Kontakt“ gilt als eine wesentliche Grundlage im Konzept der Gestalttherapie. Als lebendige Erfahrung im therapeutischen Prozess betrifft dieses Phänomen gleichermaßen sowohl Therapeut als auch Klient. Als Diagnostik-Instrument sind die Kontaktunterbrechungen ein Schlüsselbegriff und ein Werkzeug im therapeutischen Prozess.

Seit den Anfängen der Gestalttherapie war und ist es faszinierend, ein Teil einer Gruppe zu sein – nicht zuletzt wegen der Kontakterlebnisse. Das ist vielleicht nirgends so deutlich spürbar wie in unseren Kompakt-Seminaren.

Es soll das Phänomen „Kontakt“ erforscht werden. Wer ist mit wem bzw. womit in Kontakt? Wie ist die Kontaktgrenze erlebbar? Was geschieht da eigentlich und wie kann ich den Kontakt gestalten, ohne zu manipulieren? Der Kontaktzyklus – ein nachvollziehbarer Prozess der Gestaltbildung – ist das „nur“ ein theoretisches Konstrukt oder ist das auch erlebbar? Das Seminar bietet eine Form experimentellen Lernens, das wir wechselseitig mitgestalten. Durch unsere Awareness, unsere Erfahrungen, unsere Kreativität, unsere Kontaktfunktionen und unsere Bereitschaft für Begegnungen. Ich bringe dafür gerne meine Präsenz, mein Interesse, meine Planung und Ideen, sowie meine Kompetenz und Erfahrung mit ein.

 

2. Woche: Susanne Dörfler
Gestalt-Kunsttherapie

Kreative Medien werden schon lange in der gestalt-therapeutischen Arbeit genutzt. Der nonverbale Ausdruck schafft eine Möglichkeit, sich mitzuteilen, wenn Worte nicht zu finden sind oder nicht ausreichen.

In meiner Arbeit verstehe ich die entstandenen bildnerischen Werke, sei es mit Farbe oder Ton oder anderem Material, nicht als fertiges Produkt, sondern als Ausgangsmaterial für einen experimentellen Prozess. Es ist so möglich, Erfahrungen direkt auf der nonverbalen Ebene zu machen.

 

Arbeiten im Bild – mit dem Bild – durch das Bild.

Es wird auf der rein bildnerischen Ebene gearbeitet – als kontinuierliche Abfolge von Experimenten. Das kreative Werk folgt einer logischen Konsequenz und ist in sich stimmig. In dem Workshop biete ich verschiedene Materialien an und freue mich, auch teilweise im Freien arbeiten zu können.

 

Workshops Gruppe E

1. Woche: Dieter Johannes Hartmann
Therapeutisches und kreatives Schreiben

Du bist eingeladen, dich selbst und deinen Bezug zum Schreiben neu und anders zu erfahren, Freude am Spiel der Phantasie zu finden, am Experiment, am Vertrauen auf deine Kreativität, Intuition und Fähigkeit.

Beim therapeutischen Schreiben wählst du ein Ereignis deines Lebens oder eine wichtige Person und spürst eine Facette deines Selbst, die dich geprägt hat, auf.

Beim kreativen Schreiben folgst du spontan einer fiktiven Phantasie und reflektierst erst hinterher, wie bei einem Traum: was sagt dir diese Projektion über dich selbst?

Außerdem gibt es täglich eine kurze Einheit freies Schreiben, bei dem wir unzensiert aus dem Unbewussten schöpfen. Wir arbeiten am Prozess und am Produkt des Schreibens in einem freien kreativen Raum; nichts muss. Dein Interesse, dich auf das Schreiben einzulassen, ist genug.

 

2. Woche: Anna Chesner
Psychodrama: Kreativität und Spontaneität in Aktion

Die grundlegenden Prinzipien des Psychodramas sind Kreativität, Spontaneität und authentische Begegnung. Um uns diese Qualitäten zu erschließen und zu „erspielen“ werden wir mit Methoden des klassischen Psychodramas und der Rollenanalyse arbeiten. Der Workshop bietet die Möglichkeit, handelnd das eigene Rollenrepertoire zu erforschen und zu erweitern. Bitte ein oder zwei Gegenstände mitbringen, um sie als Requisiten zur Verfügung zu haben (bunte Stoffe, Bälle, Musikinstrumente, Masken, etc.)

Seminar in deutscher Sprache, die Trainerin spricht auch englisch.