KOMPAKTTRAINING 2021

25. Juli bis 6. August 2021

Unser Kompakttraining findet auch in diesem Jahr im Bildungshaus St. Arbogast in Götzis in der Nähe von Bregenz (Österreich) statt. St. Arbogast liegt am Rande eines Naturschutzgebietes oberhalb des Vorarlberger Rheintales, 1,5 km vom Ortszentrum von Götzis entfernt. Bademöglichkeiten sind in Götzis vorhanden. Eine ausführliche Anfahrtsbeschreibung finden Sie auf der Internetseite unter www.arbogast.at

Das Kompakttraining dient der intensiven Weiterbildung in Integrativer Gestalttherapie und ist Baustein des Weiterbildungsprogramms des IGW. Es werden verschiedene Stilrichtungen der Gestalttherapie vermittelt, ebenso Erweiterungen und Verknüpfungen von Gestalttherapie mit verschiedenen Formen von Körpertherapien und mit anderen therapeutischen Richtungen. Im Unterschied zum sonstigen Lehrprogramm finden die Seminare eingebunden in eine größere Gruppe von Weiterbildungsteilnehmer*Innen aus verschiedenen Jahrgängen und aus verschiedenen Ländern statt und ermöglichen damit einen besonderen Kontext der Selbsterfahrung.


TERMIN 2021

25. Juli (Anreise) bis 6. August 2021
1. Woche: 26. Juli bis 30. Juli 2021
2. Woche: 2. August bis 6. August 2021

ANMELDUNG 2 WOCHEN VOM 26. JULI BIS 6. AUGUST 2021
ANMELDUNG 1. WOCHE VOM 26. JULI BIS 30. JULI 2021
ANMELDUNG 2. WOCHE VOM 2. AUGUST BIS 6. AUGUST 2021
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INFOANFORDERUNG

 

ORGANISATORISCHES

Alles rund um die Anmeldung


Wir sind sehr bemüht, die gewünschte Termin- und Gruppenwahl weitestgehend zu berücksichtigen, die entsprechende Gruppenwahl gilt in der angegebenen Kombination für beide Wochen. Die Einteilung erfolgt nach dem Grundsatz: Datum der Anmeldung + Datum der Anzahlung.

Bei Überbelegung einer Gruppe kann die Zuteilung zu der alternativ gewählten Gruppe erfolgen; wir können deshalb grundsätzlich nur Anmeldungen akzeptieren, bei denen erste und zweite Wahl bei den zur Auswahl stehenden Gruppen angegeben wird.

Teilnahmegebühr
Letzter Anmeldetermin ist 28. Februar 2021. Zusammen mit der Anmeldung ist eine Anzahlung von 500,00 Euro fällig.

Übernachtung im Bildungshaus St. Arbogast
für 2 Wochen
im Einzelzimmer             2.768,20 Euro
im Doppelzimmer           2.425,20 Euro
im Mehrbettzimmer        2.237,00 Euro
für 1 Woche
im Einzelzimmer              1.456,10 Euro
im Doppelzimmer            1.318,50 Euro
im Mehrbettzimmer         1.217,20 Euro

Übernachtung im Hotel am Garnmarkt
für 2 Wochen
im Einzelzimmer              2.840,40 Euro
für 1 Woche
im Einzelzimmer               1.472,00 Euro

Darüber hinaus kommt noch die Kurtaxe in Höhe von 1,00 Euro/Tag hinzu.

Die Teilnahmegebühr schließt Trainer*innenhonorare, Unterkunft und Verpflegung, Organisationskosten und Mehrwertsteuer ein. Die Anzahl der Einzelzimmer ist sehr beschränkt. Reservierung nur bei Anmeldung mit gleichzeitiger Anzahlung.

Die Anzahlung überweisen Sie bitte ausschließlich auf unser deutsches Konto:
Deutsche Apotheker- und Ärztebank
Konto 4031407, BLZ 300 606 01
IBAN: DE74 30060601 0004031407, BIC: DAAEDEDD
Bitte beachten Sie die anfallenden Bearbeitungsgebühren bei Auslandsüberweisungen, die mit überwiesen werden müssen.

Die 2. Rate wird 8 Wochen vor Veranstaltungsbeginn fällig (25. Mai 2021) und muss ebenfalls immer überwiesen werden.

Bei Rücktritt bis zu 8 Wochen vor Veranstaltungsbeginn ist eine Bearbeitungsgebühr von 100,00 Euro fällig. Bei einer späteren Abmeldung wird der gesamte Teilnehmerbetrag einbehalten; dies entfällt, wenn ein/e Ersatzteilnehmer*in gestellt wird oder der Platz von der Warteliste besetzt werden konnte. Auch bei Abbruch des Seminars durch den/die Teilnehmer*in (auch bei Krankheit) bleibt die volle Gebühr beim Institut.

Zur Minderung des finanziellen Risikos empfehlen wir den Abschluss einer Rücktritt- bzw. Abbruchversicherung.

Bitte beachten: Wir weisen noch darauf hin, dass die Teilnahme an Veranstaltungen des Instituts normale physische und psychische Belastbarkeit voraussetzt und auf eigene Verantwortung geschieht. Sämtliche Veranstaltungen unterliegen der uneingeschränkten Schweigepflicht bezüglich persönlicher Mitteilungen und Geschehnissen in den Gruppen.

Bei Überbelegung einer Gruppe kann die Zuteilung zu der alternativ gewählten Gruppe erfolgen; wir können deshalb grundsätzlich nur Anmeldungen akzeptieren, bei denen erste und zweite Wahl bei den zur Auswahl stehenden Gruppen angegeben wird.

Die Gruppen arbeiten an 2 x 5 Tagen jeweils 6 Stunden; zwischen erster und zweiter Seminarwoche liegen zwei freie Tage. Jede Gruppe arbeitet in der ersten und zweiten Woche jeweils mit verschiedenen Gruppenleitern.

Fortbildungspunkte
Das Kompakttraining ist von der Bayerischen Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten akkreditiert.

Bildungsurlaub
Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wenn Sie Bildungsurlaub beantragen möchten.

Teilnehmer*innen
Teilnehmen können alle gegenwärtigen und ehemaligen Weiterbildungsteilnehmer*innen des IGW. Soweit Plätze frei sind, sind auch Interessent*innen mit vergleichbarer Vorerfahrung eingeladen, an einer oder an beiden Wochen teilzunehmen.

Unterbringung/Verpflegung
Die Teilnehmer*innen sind im Bildungshaus wahlweise in Einzel-, Doppel- und Mehrbettzimmern oder im Hotel untergebracht. Die Teilnahmegebühr schließt Vollpension ein und umfasst Frühstück, Mittagessen, Nachmittagskaffee und Abendessen.

Hunde/Haustiere sind während unseres Kompakttrainings NICHT ERLAUBT.

Alle sonstigen Rückfragen/Zimmerreservierungen das Tagungshaus betreffend laufen AUSSCHLIESSLICH über das IGW.

Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast
Montfortstraße 88, 6840 Götzis, Österreich
Telefon +43 5523 62501-0, arbogast@kath-kirche-vorarlberg.at

Anreise
Mit dem Auto Rheintalautobahn A14, Ausfahrt Altach, weiter Autobahn A13, Ausfahrt Kriessern ins Zentrum von Götzis (B 190), bei der Pfarrkirche abzweigen, Wegweiser St. Arbogast folgen (1,5 km Richtung Rankweil). Eine ausführliche Anfahrtsbeschreibung finden Sie unter www.arbogast.at

WORKSHOP GRUPPE A

1. Woche: Anna Chesner
Psychodrama: Kreativität und Spontaneität in Aktion

2. Woche: Garry Soto Hoffmann
Movement and Dance for Every Body!


1. Woche: Anna Chesner
Psychodrama: Kreativität und Spontaneität in Aktion

Die grundlegenden Prinzipien des Psychodramas sind Kreativität, Spontaneität und authentische Begegnung. Um uns diese Qualitäten zu erschließen und zu „erspielen“ werden wir mit Methoden des klassischen Psychodramas und der Rollenanalyse arbeiten. Der Workshop bietet die Möglichkeit, handelnd das eigene Rollenrepertoire zu erforschen und zu erweitern. Bitte ein oder zwei Gegenstände mitbringen, um sie als Requisiten zur Verfügung zu haben (bunte Stoffe, Bälle, Musikinstrumente, Masken, etc.).

Anna Chesner arbeitet als Psychotherapeutin in London und bietet Psychodrama für Einzelpersonen, Paare und Gruppen an. Sie ist Co-Leiterin des London Centre for Psychodrama Group and Individual Psychotherapy und Gründungsmitglied des London Playback Theatre.


2. Woche: Garry Soto Hoffmann
Movement and Dance for Every Body!

This seminar will look at movement and dance as a source of somatic awareness, self discovery, healing, transformation, expression and creativity.

Students will be presented with a series of exercises to help them to connect to their kinesthetic and emotional bodies, time and space to express themselves, time to dance, create and have fun. Students will work alone, in partners, and group situations.

Garry Soto Hoffman is a movement artist and educator who has been deeply involved in the movement arts for 47 years. He has a long time association with Anna Halprin, has taught previously at the IGW and has danced, performed and taught in 20 countries for the past 35 years.

Seminar in englischer Sprache, der Trainer versteht auch deutsch.

WORKSHOP GRUPPE B

1. Woche: Brigitte Rasmus
Gestalttherapeutische Arbeit mit Träumen

2. Woche: Andy Chicken
Wahrnehmung, Ausdruck und Gestalt


1. Woche: Brigitte Rasmus
Gestalttherapeutische Arbeit mit Träumen

Unsere Traumwelt bietet ein beachtliches geistiges Kräftereservoir, das wir nutzen können, wenn wir mit unseren Träumen und mit denen unserer Klient*innen arbeiten. Träume begleiten innere Prozesse, die noch nicht nach außen treten können. So, wie in vielen Stammesgesellschaften Träume gespielt und getanzt wurden, um ihre Wirksamkeit für den Stamm zu entfalten, erforschen wir bei der gestalttherapeutischen Arbeit mit Träumen, wie innere Bewegungen und Bilder sich in äußere Bewegung verwandeln können, in neues Fühlen, Denken und Tun.

Brigitte Rasmus, Dipl. Psych. Psychol. Psychotherapeutin, Supervisorin (DGSv und DVG), Gestaltausbildung beim GTILA (Gestalt Therapy Institute of Los Angeles), Jim Simkin, Erv und Miriam Polster. Weiterbildungen in Körpertherapie, Hypnotherapie, systemischer Familientherapie, Voice Dialogue, Systemischer Supervision, Coaching und Organisationsentwicklung (ZAK) sowie Organisationenstellen (Varga v. Kibéd). Mitbegründerin, Ausbilderin, Lehrtherapeutin und Lehrsupervisorin des IGW und IGWien. Lehraufträge an verschiedenen Universitäten, seit 2008 Lektorin an der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien (SFU). In freier Praxis als Psychotherapeutin und Supervisorin tätig.


2. Woche: Andy Chicken
Wahrnehmung, Ausdruck und Gestalt

Die Zirkularität von Wahrnehmung und Ausdruck in den verschiedenen Erfahrungen, Formen und ihre Regulierung ist gerade für Gestalttherapeut*innen eine wichtige Erfahrung des „Dynamischen Selbst-Modells“. Das Seminar versucht mit kreativen Medien und Selbstwahrnehmung im Feld der Gruppe spielerisch zu experimentieren. Die Kursteilnehmer*innen sind eingeladen, Lieblingsmusik, auch aus „alten Zeiten“, Musikinstrumente, Bildmaterial, Texte und Fotos mitzubringen.

Andy Chicken, Bildender Künstler, Psychotherapeut und Supervisor, Lehrtherapeut und Gruppenleiter am IGWien, Lehrtrainer, Leiter und Mitbegründer des Wiener Institutes für Multimediale Kunsttherapie, Weiterbildungen in Maskenarbeit bei Laura Sheleen, Zentherapy, Holotropic Breathwork, EMDR und Brainspotting. Lange Mitarbeit am Anton Proksch Institut im Suchtbereich, seit 1995 in freier Praxis tätig. Vortragstätigkeit, Seminare u. Workshops an der Sigmund Freud PrivatUniversität.

WORKSHOP GRUPPE C

1. Woche: Helmut Geier
Phänomenologie – Atmung

2. Woche: Anna Maurer
Wie sich mein Lebensweg entfalten kann


1. Woche: Helmut Geier
Phänomenologie – Atmung

Atmung war für Laura Perls wesentlicher Support in ihrer gestalttherapeutischen Arbeit, den sie immer mit in „Kontaktsein“ untrennbar verstanden hat. Und – Atmung ist mehr als Support, ist Entwicklungspotential, ist Erforschungsraum, und kann Wachstumspotential evozieren.

Anhand der drei „Es“ der Gestalttherapie „existentiell – erfahrungsbezogen – experimentell“ will sich dieser Workshop dem Phänomen Atmung widmen: Atembewegung, Empfindungsfähigkeit, Unwillkürlichkeit, das Tun des Atmens, Bewusstes Atmen; Übungen, Gruppenarbeiten und Einzelarbeiten wechseln sich ab; Übung wird hier verstanden als ein sich Einlassen auf ein Experiment; nicht als festgelegte Bewegung mit einem Ziel.

Helmut Geier, Dipl. Soz. Päd., Ausbildung zum Gestalttherapeuten und systemischen Coach beim IGW Würzburg. Fortbildungen in „Holotropen Atmen“ und spiritueller Psychotherapie. Psychotherapeut nach dem HPG. Lehrtherapeut beim IGW, Mitglied im DVG. Langjährige berufliche Erfahrungen in der Bildungsarbeit und in der Arbeit mit Abhängigkeitserkrankungen. War mehr als 10 Jahre Leiter einer therapeutischen Einrichtung. Seit 30 Jahren Beschäftigung und Unterricht in japanischen Kampfkünsten (Karate – Kendo – Iaido) und ZEN. Seit 2016 in der Ausbildungsleitung am IGW.


2. Woche: Anna Maurer
Wie sich mein Lebensweg entfalten kann

In diesem Selbsterfahrungs-Workshop werden anhand von erzählten Geschichten und persönlichen Erfahrungen Aspekte unseres Selbst wieder lebendig sowie die damit verbundenen Emotionen, Köperempfindungen und unterstützenden sozialen Beziehungen. Welche Entwicklungsmöglichkeiten sich dadurch eröffnen und welche Relevanz sie für unser Leben haben, werden wir gemeinsam reflektieren. Ergeben sich daraus sinnvoll erscheinende Handlungen und können diese in unserem Leben wirksam werden und wie können die dadurch getroffenen Entscheidungen unser Handeln und unser individuelles und gesellschaftliches Leben prägen. Möglicherwiese ergeben sich daraus zukunftsentscheidende Entwicklungsaufgaben, bei dem sich das individuelle Potenzial und auch das der Gesellschaft bestmöglich entfalten können.

Anna Maurer, geb. 1950, Psychotherapeutin (Integrative Gestalttherapie/ÖAGG), Ausbildnerin, Lehrtherapeutin und Lehrsupervisorin für Integrative Gestalttherapie am IGWien und an der Sigmund Freud PrivatUniversität (SFU), Fortbildung in Bioenergetischer Analyse (DÖK), Begründerin der IGM-Körpertherapie,Buchautorin, Vortrags-, Seminar- und Workshoptätigkeit.

WORKSHOP GRUPPE D

1. Woche: Günter Pröpper
Ich bin – ich war – ich werde gewesen sein

2. Woche: Colette Jansen Estermann
Interkulturelle Gestalttherapie


1. Woche: Günter Pröpper
Ich bin – ich war – ich werde gewesen sein

Das „Ich“ – ergänzt durch das „Du“ – ist zentral in der Gestalttherapie: Ich und Du im Hier und Jetzt. Das möchte ich mit euch in dieser Woche vor allem in den verschiedenen Zeitformen erforschen. Wenn wir uns im „Hier und Jetzt“ wahrnehmen und im Dialog mit dem „Du“ beschreiben, wie schauen wir dann auf unsere Vergangenheit und Zukunft? Gibt es da etwas, das uns ausmacht jenseits von verschiedenen Inhalten, die wir kommunizieren? Gibt es uns in einer einzigen Vergangenheit oder Gegenwart oder Zukunft? Wie oft schon haben wir uns nicht zuletzt durch die Gestalttherapie ganz vielfältig erlebt und ein und dieselbe Tatsache bekam einen völlig anderen Rahmen? Ich biete in diesem Seminar eine Struktur an, die uns helfen kann, mit uns selbst in neue Erfahrungsfelder zu kommen. Es wird aber auch für die Teilnehmer*innen genügend Raum und Möglichkeit geben, sich mit den eigenen Kompetenzen, Ideen und kreativen Impulsen einzubringen. Wir werden Gelegenheit haben, in Einzelarbeiten, Paar- und Kleingruppenübungen und in der Stille an und mit uns zu arbeiten.

Günter Pröpper, Dipl.Soz.Päd., Dipl. Psych./Psychologischer Psychotherapeut, Supervisor (DGSv). Ausbildungen in Gestalttherapie am IGW und bei E. und M. Polster; Verhaltenstherapie (AVM) und in systemischem Coaching bei BTS. Nach langjähriger institutioneller und klinischer Tätigkeit seit 1984 in privater Praxis in Nürnberg tätig. Seit 1987 als Lehrtherapeut und 2001–2004 in der Institutsleitung des IGW tätig.


2. Woche: Colette Jansen Estermann
Interkulturelle Gestalttherapie

Immer wieder verspüre ich die Neugier, Menschen aus einer anderen Kultur kennenzulernen. Das Fremde fasziniert mich, in eine neue Welt einzutauchen, ist wie ein Abenteuer. Zugleich erfahre ich es als menschliche und berufliche Herausforderung; werde ich es schaffen, mit der fremden Person einen authentischen Kontakt aufzubauen und aufrechtzuerhalten?

In diesem Workshop setzen wir uns mit dem Eigenen und dem Fremden auseinander. In Bolivien zum Beispiel verstehen die Menschen unter “Identität” sowohl Selbstbild als auch Zugehörigkeit. Aber wie ist es hier, konkret, in der Gruppe? Auf der Suche nach Antworten stützen wir uns auf die Selbsterfahrung und Gruppendynamik. Zudem greifen wir auf kreative Ausdrucksformen, spontane Übungen oder auch theoretische Inputs zurück.

Colette Jansen Estermann, Gestalttherapeutin (IGW), Ph.D., Autorin des Buches “Trauma und interkulturelle Gestalttherapie”. Sie hat 3 erwachsene Kinder, stammt aus den Niederlanden und war 17 Jahre als Gestalttherapeutin und Ausbildnerin in Lateinamerika tätig. Zurzeit arbeitet sie mit Schweizer*innen, Migrant*innen und Geflüchteten in eigener Praxis in Luzern (Schweiz). 

WORKSHOP GRUPPE E

1. Woche: Ulla Schorn
Phänomenologie – Körper – Tanz – Gestalt
Der Leib als Erkenntnisorgan

2. Woche: Werner Gill
Von der Technik zur Methode zur Haltung


Ulla Schorn
Phänomenologie – Körper – Tanz – Gestalt
Der Leib als Erkenntnisorgan

Phänomenologisch ausgerichtete Körper- und Tanzerfahrung beginnt mit Wahrnehmung im „Hier und Jetzt“. Gegenwärtigkeit zu erleben bedeutet, vom Denken ins Spüren zu kommen, die leiblichen Sinne zu öffnen für nach innen sowie nach außen gerichtete Wahrnehmungen. Denn phänomenologische Erkenntnis ist an leibliche Funktionen gebunden, an das von Merleau-Ponty beschriebene Leibwissen, das sich im nicht-sprachlichen Erfahrungsraum erschließt.

Dieser Workshop folgt dem phänomenologischen Grundprinzip, jenseits von Interpretation und Analyse zu einem Sichselbst- verstehen zu führen. Der Weg führt über Differenzierung leiblicher Wahrnehmung zur Öffnung von Ausdrucks- und Erfahrungsräumen in der Bewegung, dem Tanz und Malen. Bilder, aus der Bewegung entstanden, werden in ihren Ausdrucksphänomenen beschrieben und auf der Suche nach der offenen Gestalt in Bewegung übersetzt. Die gewählte Gestalt verwandelt sich spürbar und sichtbar in einem weiteren Bild, das die leiblich erfahrene Botschaft in einem abschließenden Tanz zum Ausdruck bringt. Ein Erkenntnisprozess findet seinen Abschluss.

Der Weg zur leiblichen Erkenntnis ist geprägt von Anna Halprin’s Zugang zum Tanz.

Ursula Schorn, M.A, Master-Studium in Tanztherapie (USA); am Fritz Perls-Institut graduierte Tanz- und Gestalttherapeutin; Ausbildung zum Halprin Practitioner am Tamalpa Institut, Kalifornien. Co-teaching mit Anna Halprin am Esalen Institut, USA. Sie studierte und lehrte Musik- und Elementaren Tanz am Mozarteum/Orff Institut, Salzburg und an Konservatorien und Universitäten der USA. Langjährige Hochschultätigkeit in Berlin als Medienpädagogin. Sie ist in freier Praxis als Tanz- und Gestalttherapeutin in Berlin tätig und leitet Fortbildungen im In- und Ausland.

Ursula Schorn ist Co-Autorin des 2009 erschienenen Buches: „Anna Halprin. Tanz – Prozesse – Gestalten.“ Kieser Verlag, München, 2. Auflage 2013. Das Buch erschien in englischer Sprache: “Anna Halprin. Dance – Process – Form.” Jessica Kingsley Publishers, London and Philadelphia 2015.


2. Woche: Werner Gill
Von der Technik zur Methode zur Haltung

Die Techniken der Gestalttherapie waren am Anfang für Klient*innen und Therapeut*innen oft spektakulär und führten zu dem Missverständnis, dies sei Gestalttherapie. Im Verständnis von Gestalttherapie als Methode zeigen sich die Techniken als Ausdruck der kreativen Indifferenz, als schöpferischer Akt. Die Integration dieses Prozesses in die Persönlichkeit von Therapeut*innen zeigt sich als Haltung. Von der Haltung zur Methode zur Technik.

Werner Gill, Dipl. Päd. Studien in Pädagogik, Psychologie und Soziologie, Psychotherapeut/Integrative Gestalttherapie und Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut. Vielfältige berufliche Erfahrungen: Personal, Aus- und Weiterbildung, Jugendarbeit, langjährige klinische Tätigkeit (Psychiatrie und Sucht). Ausbildung in Gestalttherapie am IGW. Fortbildungen in Gruppendynamik und Bioenergetik. Seit 1982 freiberufliche Praxis als Psychotherapeut, Supervisor und Berater. 1991– 2000 Mitglied der Instituts- und Ausbildungsleitung des IGW. 1995 Mitbegründer und seither Vorstandsmitglied des IGWien. Seit 2005 Geschäftsführung des IGW. Seit 2012 Geschäftsführer des igw Schweiz.

Impressionen aus dem Kompakttraining
Wir haben für Sie verschiedene Bilder aus den letzten Jahren zusammengestellt, die einen kleinen Einblick in unsere Arbeit zeigen.