KOMPAKTTRAINING 2020

Unser Kompakttraining findet auch 2020 im Bildungshaus St. Arbogast in Götzis in der Nähe von Bregenz (Österreich) statt. St. Arbogast liegt am Rande eines Naturschutzgebietes oberhalb des Vorarlberger Rheintales, 1,5 km vom Ortszentrum von Götzis entfernt. Bademöglichkeiten sind in Götzis vorhanden. Eine ausführliche Anfahrtsbeschreibung finden Sie auf der Internetseite unter
www.arbogast.at

Das Kompakttraining dient der intensiven Weiterbildung in Integrativer Gestalttherapie und ist Baustein des Weiterbildungsprogramms des IGW. Es werden verschiedene Stilrichtungen der Gestalttherapie vermittelt, ebenso Erweiterungen und Verknüpfungen von Gestalttherapie mit verschiedenen Formen von Körpertherapien und mit anderen therapeutischen Richtungen. Im Unterschied zum sonstigen Lehrprogramm finden die Seminare eingebunden in eine größere Gruppe von Weiterbildungsteilnehmer*Innen aus verschiedenen Jahrgängen und aus verschiedenen Ländern statt und ermöglichen damit einen besonderen Kontext der Selbsterfahrung.

Impressionen aus dem Kompakttraining
Wir haben für Sie verschiedene Bilder aus den letzten Jahren zusammengestellt, die einen kleinen Einblick in unsere Arbeit zeigen. Impressionen


TERMIN 2020

02. August (Anreise) bis 14. August 2020
1. Woche: 02. August (Anreise) bis 07. August 20202.
2. Woche: 09. August (Anreise) bis 14. August 2020

ANMELDUNG 2 WOCHEN: 02. AUGUST (ANREISE) BIS 14. AUGUST 2020
ANMELDUNG 1. WOCHE: 02. AUGUST (ANREISE) BIS 07. AUGUST 2020
ANMELDUNG 2. WOCHE: 09. AUGUST (ANREISE) BIS 14. AUGUST 2020
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INFOANFORDERUNG

ORGANISATORISCHES

Wir sind sehr bemüht, die gewünschte Termin- und Gruppenwahl weitestgehend zu berücksichtigen, die entsprechende Gruppenwahl gilt in der angegebenen Kombination für beide Wochen. Die Einteilung erfolgt nach dem Grundsatz:
Datum der Anmeldung + Datum der Anzahlung.

Die Anzahlung überweisen Sie bitte ausschließlich auf unser deutsches Konto:
Deutsche Apotheker- und Ärztebank
Konto 4031407, BLZ 300 606 01
IBAN: DE74 30060601 0004031407, BIC: DAAEDEDD

Bitte beachten Sie die anfallenden Bearbeitungsgebühren bei Auslandsüberweisungen, die mit überwiesen werden müssen.

Letzter Anmeldetermin ist 28. Februar 2020. Zusammen mit der Anmeldung ist eine Anzahlung von 500,– Euro fällig. Die 2. Rate wird 8 Wochen vor Veranstaltungsbeginn fällig (2. Juni 2020) und muss ebenfalls immer überwiesen werden.

Bei Überbelegung einer Gruppe kann die Zuteilung zu einer alternativen Gruppe erfolgen; wir können deshalb grundsätzlich nur Anmeldungen akzeptieren, bei denen erste und zweite Wahl bei den zur Auswahl stehenden Gruppen angegeben wird.

Die Gruppen arbeiten an 2 x 5 Tagen jeweils 6 Stunden; zwischen erster und zweiter Seminarwoche liegen zwei freie Tage. Jede Gruppe arbeitet in der ersten und zweiten Woche jeweils mit verschiedenen Gruppenleitern.

Teilnahmegebühr
Die Teilnahmegebühr schließt Trainer*innenhonorare, Unterkunft und Verpflegung, Organisationskosten und Mehrwertsteuer ein.

Fortbildungspunkte
Das Kompakttraining ist von der Bayerischen Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten akkreditiert.

Bildungsurlaub
Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wenn Sie Bildungsurlaub beantragen möchten.

Unterbringung/Verpflegung
Die Teilnehmer*innen sind im Bildungshaus wahlweise in Einzel-, Doppel- und Mehrbettzimmern untergebracht. Die Anzahl der Einzelzimmer ist sehr eingeschränkt verfügbar. Reservierung sind nur bei Anmeldung mit gleichzeitiger Anzahlung möglich. Die Teilnahmegebühr schließt Vollpension ein und umfasst Frühstück, Mittagessen, Nachmittagskaffee und Abendessen.

Für Übernachtungen außerhalb vom Tagungshaus wenden Sie sich bitte an das
Touristinformationsbüro.
Alle sonstigen Rückfragen/Zimmerreservierungen das Tagungshaus betreffend laufen AUSSCHLIESSLICH über das IGW.

Hunde/Haustiere sind während unseres Kompakttrainings NICHT ERLAUBT.

Zeitlicher Ablauf
Die Workshops beginnen jeweils montags 09.00 Uhr. Eine Teilnahme an der Begrüßung am Sonntagabend vor Kursbeginn ist erforderlich. Die Workshops enden jeweils freitags gegen 12.00/12.30 Uhr. Zwischen erster und zweiter Seminarwoche liegen zwei Tage zur freien Verfügung.

Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast
Montfortstraße 88
6840 Götzis
Österreich
Telefon +43 5523 62501-0
arbogast@kath-kirche-vorarlberg.at

Anreise
Mit dem Auto Rheintalautobahn A14, Ausfahrt Altach, weiter Autobahn A13, Ausfahrt Kriessern ins Zentrum von Götzis (B 190), bei der Pfarrkirche abzweigen, Wegweiser St. Arbogast folgen (1,5 km Richtung Rankweil). Eine ausführliche Anfahrtsbeschreibung finden Sie auf der Internetseite unter
www.arbogast.at

WORKSHOPS GRUPPE A

1. Woche: Lynne Jacobs
Relation in Gestalttherapy

2. Woche: Garry Soto Hoffmann
Movement and Dance for Every Body


1. Woche: Lynne Jacobs
Relation in Gestalttherapy

Drawing on the insights of contemporary relational psychoanalytic theories and contemporary gestalt theory, I offer a therapeutic perspective that integrates the immediate affective engagement of the humanistic approach with an on-going sensitivity to the dynamics of enduring relational themes and patterns in the patient/therapist relationship. We will explore the interplay of the emotional processes and the enduring relational themes that patient and therapist bring to the therapeutic encounter; the interplay of hope and fear in both participants. We will also explore the relationship of a sense of shame, a sense of dignity, and the dialogic attitude.

Many of our patients know indignity all too well. They enter our office suffused with shame, sometimes conscious sometimes not. And just the fact that they are seeking our help is another indignity. Shame in its many forms, from embarrassment to mortification to humiliation, can be considered the primary emotion of indignity, and our patients may well feel ashamed that they have not been able to solve their life problems using their own resources. Instead they must bare their souls to a stranger, someone who may or may not welcome their fears, their longings, their vulnerabilities, their failures and their shame. A patient’s sense of dignity is never far from my mind when I’m having conversations with my patients.There is an overall felt sense that all of our conversations are navigations through the waters of dignity and indignity. We will explore how hopes and fears, and enduring relational patterns are intricately interwoven with shame and dignity.

Lynne Jacobs, Ph.D., has long been interested in the relational dimension of psychotherapy, and in integrating humanistic theories with contemporary psychoanalytic theories. She is also interested in what it means to practice as a white therapist in culturally diverse environments. Both a gestalt therapist and a psychoanalyst, she is a co-founder of
PGI and faculty analyst at the Institute of Contemporary Psychoanalysis (ICP) in Los Angeles. She teaches at ICP, and teaches gestalt therapists locally, nationally, and internationally. She has published two books (with Rich Hycner) and numerous articles in both gestalt and psychonalytic journals.

Seminar in englischer Sprache


2. Woche: Garry Soto Hoffmann
Movement and Dance for Every Body

This seminar will look at movement and dance as a source of somatic awareness, self discovery, healing, transformation, expression and creativity. Students will be presented with a series of exercises to help them to connect to their kinesthetic and emotional bodies,
time and space to express themselves, time to dance, create and have fun. Students will work alone, in partners, and group situations.

Garry Soto Hoffman is a movement artist and educator who has been deeply involved in the movement arts for 47 years. He has a long time association with Anna Halprin, has taught previously at the IGW and has danced, performed and taught in 20 countries for the past 35 years.

Seminar in englischer Sprache, der Trainer versteht auch deutsch

WORKSHOPS GRUPPE B

1. Woche: Dorothee Lengsfeld
Das Ganze ist mehr und anders als die Summe seiner Teile

2. Woche: Winfried Wagner
„Sei du selbst und lebe dein Leben!“


1. Woche: Dorothee Lengsfeld
Das Ganze ist mehr und anders als die Summe seiner Teile

Eine Woche Selbsterfahrung in der Gruppe: Wir werden die unterschiedlichen Arten von Gestalttherapie in der Gruppe erleben, Zeit haben für Einzelarbeiten und Zeit für die Gruppe als Ganzes. Wir erfahren die Wechselwirkungen der Einzelnen auf die Gruppe und der Gruppe auf die Einzelnen, achten auf die Veränderungen unseres Selbst in der Interaktion mit anderen und der Gruppe durch die Selbstoffenbarung Einzelner. Wir sehen uns an, welche Rolle die Gruppenleitung spielt und der Kontakt zu ihr. Theoretische Reflexionen über die Interventionen und den Prozess ergänzen die Erfahrungen.

Dorothee Lengsfeld, Dipl. Psych., Ausbildung in Gestalttherapie am IGW. Ausbilderin am IGW und an der Gestaltakademie Südtirol, Lehrtherapeutin, Supervisorin, Mitglied der Ausbildungsleitung am IGW. Langjährige Erfahrungen als Gruppentherapeutin in stationär-therapeutischer Einrichtung (Haus Respiratio) und in Beratung und Therapie mit Menschen mit Behinderung, Tätigkeit in Leitungsfunktion und freiberufliche Tätigkeit.


2. Woche: Winfried Wagner
„Sei du selbst und lebe dein Leben!“

Dieser Aufruf der Existenzphilosophie lässt erahnen, was hier unter „Existenz“ verstanden wird: Es geht um Autonomie und Authentizität und um existenzielles Engagement i.S.v. Selbst- und Weltverantwortung. Denn das Wesen des Menschen sei es, sich selbst zu entwerfen, sein Leben unvertretbar als „jemeiniges“ zu führen und dadurch er selbst zu werden. F. S. Perls erhob wiederholt den Anspruch, dass die Gestalttherapie eine existenzialistische Therapie sei. Was aber macht eine Psychotherapie zu einer existenzialistischen? Nach Yalom (1989) geht es in einer existenziellen Therapie um die „dialektischen Tiefenstrukturen“ unseres Daseins, die einen „unausweichlichen Teil des menschlichen Wesens in der Welt“ darstellen und in unserem Erleben und Denken, Wollen und Handeln in Erscheinung treten. Solche sind Absurdität und Sinnfindung, Einsamkeit und Gemeinschaft, Notwendigkeit und Freiheit, Geworfen-sein und Sich-Entwerfen, Selbst-sein und Selbstentfremdung, Leiblichkeit und Bewusstsein zwischen Haben und Sein. Ausgehend von den Anliegen und Träumen, welche die Teilnehmer*innen einbringen, wollen wir in dem Workshop die Tiefenstrukturen und die existenzielle Grundsituation des Menschen erkunden. Dabei orientieren wir uns soweit wie möglich am „Leitfaden des Leibes“. Denn unsere Leiblichkeit als ursprünglichstes „Vehikel des Zur-Welt-seins“ ist die „geronnene Gestalt der Existenz“ und „die Existenz unaufhörliche Verleiblichung“ (Merleau-Ponty 1966). Methodisch arbeiten wir je nach Bedarf mit dem klassischen Repertoire der Gestalttherapie, mit Übungen aus dem Aikido und Qi-Gong, mit dem Schwert und mit kreativen Medien.

Winfried Wagner, Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut, Gestalttherapeut, Weiterbildung in verschiedenen Körpertherapien und in Jungianischer Tiefenpsychologie, Lehrtherapeut und Supervisor für Gestalttherapie und an verschiedenen tiefenpsychologischen Ausbildungsinstituten, Leiter der Schule für Initiatische Gestalttherapie Schweinfurt, Qi-Gong- und Aikido-Lehrer (8. Dan). Literatur zum Seminar: W. Wagner, „KriegerIn des Lichts, der Liebe und des Lebens”, 2006 im BIS-Verlag der Universität Oldenburg 2006 und „Quellen der inneren Kraft. In sich selbst Halt finden”, 2010 im Verlag Via Nova Petersberg.

WORKSHOPS GRUPPE C

1. Woche: Almut Ladisich-Raine
Kreative Medien

2. Woche: Georg Pernter
Wiederbelebung des Selbst – Körperzentriertes, dialogisches Arbeiten an der Grenze


1. Woche: Almut Ladisich-Raine
Kreative Medien

Der Einsatz kreativer Medien wie Malen, Collagen, Arbeit mit Ton etc. hat in der Gestalttherapie eine lange Tradition. Durch das unmittelbare starke Erfahrungspotential begegnen wir uns selbst auf non-verbale, weitgehend unzensierte Weise und unterstützen so authentische Selbst- und Gruppenprozesse. Wir folgen phänomengetreu und non-interpretativ dem Entstehen kreativen Ausdrucks und begleiten den Einzelnen mit Respekt und Faszination beim Erforschen seiner inneren Welt.

Almut Ladisich-Raine, Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin, Gestalttherapeutin (DVG), Supervisorin. Sie erlernte die Gestalttherapie im den 70-er Jahren bei den Perls-Schülern und Wegbereitern Jim Simkin und Erving und Miriam Polster in Kalifornien und gehört so zu den Pionieren der Gestalttherapie in Deutschland. In Starnberg Obb. führt sie seit 30 Jahren eine gestalttherapeutische Privatpraxis, ist akkreditierte Dozentin für Tiefenpsychologie und war und ist Gastdozentin an verschiedenen Universitäten und Ausbildungsinstituten. Langjährige Mitarbeit am IGW (Gesellschafterin und Ausbildungsleitung) und Mitbegründerin des IGWien. Unter anderem ist sie auch als Coach und Teamberaterin tätig (OSD-Training, Gestaltinstitut Cleveland). Sie ist Mutter zweier erwachsener Kinder und vierfache Großmutter.


2. Woche: Georg Pernter
Wiederbelebung des Selbst – Körperzentriertes, dialogisches Arbeiten an der Grenze

Gestalttherapeutisches (auch leibzentriertes) Arbeiten ist keine „Wiederbelebung der Orakelstimmen des Körpers“ (PHG), sondern ein ganzheitlicher, einsichtsorientierter Prozess innerhalb des Organismus/Umwelt-Feldes. Dieser spürende Modus, ausgehend von eigenleiblicher Wahrnehmung, soll einen integralen Gewahrseinsprozess aktivieren, der imstande ist, das Selbst wiederzubeleben, der Person als Ganzes als ein sich selbst erlebendes Subjekt zu begegnen. Klienten sollen sich im therapeutischen Setting, im zwischen-leiblichen Miteinander, ganzheitlich erleben, sich entdecken, zu sich finden, ihre Bedürfnisse und Emotionen regulieren lernen und wiederum spüren, was in ihnen vorgeht. Dies geht über den Einbezug von besonderen „Körper“-„Techniken“ hinaus. Zentraler Fokus im Workshop ist „der“ Körper als zentraler Ort der Erfahrung. Wir werden den Quellen gestalttherapeutischer („Körper“-)Arbeit in Theorie und Praxis nachgehen, diese erleben, z.T. ausprobieren, reflektieren.

Georg Pernter, Mag. theol., Psychotherapeut IG, Ausbilder beim IGW/IGWien. Freiberufliche Praxis in Bozen und Innsbruck. Mitbegründer und Geschäftsführer der GestaltAkademie Südtirol. Herausgeber der IGW-Publikationen (mit Grillmeier-Rehder). Weiterbildungen: Gestalt-Paartherapie (Zinker), Gestalt Body Process (Kepner), Systemisches GestaltCoaching (Engelmann), Int. Training Program „Gestalt Therapy Approach to Psychopathology and Contemporary Disturbances“ (Francesetti u. a.). Z.Zt. Gestalt Therapy Training for Supervisors (Francesetti u.a.), Körperpsychotherapie-Fortbildung (IKW). Autor von „Spiritualität als Lebenskunst“; aktuell: „Achtsamkeit – ein ur-gestalttherapeutisches Konzept.“

WORKSHOPS GRUPPE D

1. Woche: Maria Bayer-Weichinger
Von Ebbe und Flut

2. Woche: Werner Gill
Beziehung – Macht – Sexualität


1. Woche: Maria Bayer-Weichinger
Von Ebbe und Flut

Der Mensch ist ein zyklisches Wesen, ist eingebettet in Jahreszeiten, Tagesrhythmen, Lebenszyklen. Wie weit lebe ich mit oder gegen diese Natur? Lasse ich mich mittragen von den Gezeiten des Lebens? Welchen Raum bekommen fruchtbare und unfruchtbare Zeiten in körperlichen, seelischen und geistigen Bereichen? Wie gehe ich mit Fülle und Kargheit in meinen Beziehungen um? Damals und jetzt… Diesen Fragen wollen wir im Seminar mit allen Sinnen, Humor und vielen kreativen Methoden begegnen und Raum geben. Wir werden Hindernisse und Widersprüche entdecken um danach unsere eigenen Rhythmen und Zyklen leben zu können.

Maria Bayer-Weichinger, Dipl. Päd. Arbeitet als Psychotherapeutin in freier Praxis in Wien seit 2006, mit Einzelnen, Paaren und Gruppen. Sie ist Lehrtherapeutin und Lehrsupervisorin am IGWien, sowie Lehrbeauftragte an der SFU Siegmund Freud-PrivatUniversität Wien. Langjährige Tätigkeit an der Psychotherapeutischen Ambulanz der SFU sowie in der Beschwerdestelle Wien des ÖBVP.


2. Woche: Werner Gill
Beziehung – Macht – Sexualität

Welche Rolle spielt Macht in Beziehungen und Sexualität?
Und macht Sexualität Beziehung? Und andersherum?
Mit diesen Fragen können und werden wir uns respektvoll
im therapeutischen Diskurs beschäftigen.

Werner Gill, Dipl. Päd. Studien in Pädagogik, Psychologie und Soziologie, Psychotherapeut/Integrative Gestalttherapie und Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut. Vielfältige berufliche Erfahrungen: Personal, Aus- und Weiterbildung, Jugendarbeit, langjährige klinische Tätigkeit (Psychiatrie und Sucht). Ausbildung in Gestalttherapie am IGW. Fortbildungen in Gruppendynamik und Bioenergetik. Seit 1982 freiberufliche Praxis als Psychotherapeut, Supervisor und Berater. 1991–2000 Mitglied der Instituts- und Ausbildungsleitung des IGW. 1995 Mitbegründer und seither Vorstandsmitglied des IGWien. Seit 2005 Geschäftsführung des IGW. Seit 2012 Geschäftsführer des igw Schweiz.

WORKSHOPS GRUPPE E

1. Woche: Klaus Engel
Arbeit an der Herkunftsfamilie

2. Woche: Maria Flaig und Dominik von Gunten
Bühne frei! Spielen – Entdecken – Handeln


1. Woche: Klaus Engel
Arbeit an der Herkunftsfamilie

Ausgehend von einer Fokussierung auf offene Fragen im Hier-und-Jetzt im Kontext ihrer Herkunftsfamilie erhalten die Teilnehmer*innen Möglichkeit und Anregung, zur Klärung dieses Anliegens sich ihrer Ursprungsfamilie mit Neugierde und Respekt zuzuwenden. Die Herkunftsfamilie kann generationsübergreifend als dynamischer Hintergrund sowohl blockierend und verstrickend auf die persönliche Entwicklung einwirken, wie auch als Ort (verschütteter) Ressourcen und Kraftquelle nutzbar werden. Auf Basis einer Verbindung von Gestaltarbeit und systemischem Ansatz kann zur Klärung dieses Anliegens mit Familienskulpturen, Familienfotos, Malen, Objekten aus der Kindheit und dem Genogramm (falls verfügbar) gearbeitet werden.“ (Die Teilnahme am Pflichtseminar „Familiendynamik“ ist nicht Voraussetzung für diesen Workshop).

Klaus Engel, Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut, Gestalttherapeut (DVG), Familientherapeut (Institut für Integrative Paar- und Familientherapie, Berlin), systemischer Therapeut (DGSF), Ausbilder am IGW, Supervisor, langjährige Berufserfahrung im sozialpsychiatrischen Feld, seit 1992 Einzel-, Paar- und Familientherapie in freier Praxis in Berlin, seit 1999 Kassenzulassung (Tiefenpsychologie).


2. Woche: Maria Flaig und Dominik von Gunten
Bühne frei! Spielen – Entdecken – Handeln

Präsenz, Spontaneität und Spielfreude sind Qualitäten, die uns persönlich beleben, inspirieren und wertvolle Voraussetzungen für die gestalttherapeutische Begleitung anderer Menschen darstellen. In dem Workshop wollen wir diesen Qualitäten in uns Raum zur Entfaltung geben. Ausgehend von Übungen aus der Schauspiel- und Improvisationsarbeit erweitern wir unser Erlebnis- und Ausdrucksspektrum, entdecken noch wenig genutzte Potentiale, experimentieren mit polaren Aspekten unserer Persönlichkeit und lernen, aus dem Moment heraus zu agieren und zu reagieren. Mit einfachen Übungen geraten wir ins Spielen, (er)finden Bekanntes und Überraschendes, erforschen neue Möglichkeiten im Kontakt mit uns selbst, unseren Spielpartnern und der ganzen Gruppe. Wir experimentieren mit „adäquatem“ und „unadäquatem“ Handeln, entdecken in vermeintlichen Schwächen persönliche Qualitäten und verbinden seriöses Agieren mit Spaß am „Blödsinn“. Wir besuchen gemiedene Regionen unseres Selbst und handeln authentisch in erfundenen Geschichten. Wir arbeiten wie Kinder, die unermüdlich damit beschäftigt sind, die Welt und sich selbst im Spiel zu entdecken. Auftauchende persönliche Themen werden im geschützten Rahmen der Gruppe gestalttherapeutisch begleitet. Schauspielerische Vorerfahrung oder Talent sind nicht erforderlich.

Maria Flaig, Dipl.-Psychologin, Psycholog. Psychotherapeutin, verh., zwei (fast) erwachsene Kinder. Studium in München und Montpellier. Über ihre kritische Auseinandersetzung mit der Psychoanalyse und geleitet vom Bedürfnis nach einer feministisch-emanzipatorischen Praxis fand sie zur Gestalttherapie. Ausbildung am IGW 1991–1995. Inspiriert von den Konzepten der Antipsychiatrie gründete sie mit einer Studienkollegin den Verein „Almprojekt“ und führte Almaufenthalte für psychiatrie-erfahrene Frauen durch mit der Idee, die Erfahrungen des einfachen, naturnahen Lebens am Berg für Wachstumsprozesse zu nutzen. Nach einigen Jahren der Anstellung in der Jugendhilfe wechselte sie 1998 in eine psychosomatische Klinik im Allgäu und engagierte sich dort für den Aufbau eines traumatherapeutischen Behandlungsschwerpunkts. 2002 ließ sie sich in eigener Praxis in Augsburg nieder. Schwerpunkte sind die Begleitung von Menschen mit Traumafolge- und strukturellen Störungen und die Supervision unterschiedlicher Berufsgruppen. Seit 2011 ist sie als Ausbilderin am IGW und IGWien tätig.

Dominik von Gunten, lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Augsburg. Er wurde in Basel geboren, wo er, neben dem Studium der Literaturwissenschaften, seine ersten Theatererfahrungen an den städtischen Bühnen sammelte. An der „Hochschule der Künste“ in Berlin studierte er Schauspiel, um Regisseur zu werden. Nach dem Diplomabschluss ging er nach Rom, beschäftigte sich mit Clownerie und wurde Mitglied der Schauspieltruppe, „I gesti di Roma“, mit der er in Italien und fast ganz Europa spielte. Danach folgten einige Jahre als Regisseur, Produzent und Schauspieler in verschiedenen freien Theatergruppen der Schweiz. In zahlreichen Workshops unterrichtete er Grundelemente des Schauspielens und der Theaterimprovisation. Seit 1993 inszeniert er in Deutschland, Österreich und der Schweiz als freier Regisseur an Stadt- und Staatstheatern. Zwischendrin hatte er mal keine Lust mehr am Theater und kellnerte eine Saison lang in einem Hotel in Andermatt auf 1400 müM. Wichtige Erfahrungen neben der professionellen Theaterarbeit waren auch die Mitarbeit am Welttheater in Einsiedeln 2013 und die Regie und künstlerische Leitung für „Robin Hood“ am Freilichttheater in Altusried (Allgäu), 2016. Hier hat er mit jeweils bis zu 500 Laien Theaterspektakel realisiert.

WORKSHOPS GRUPPE F

Nur in der 2. Woche vom 10.8. bis 14.8.2020
Teilnehmerbegrenzung auf 8 Personen

Albert Widmann
Gestalt finden in und mit Steinen


Der Perspektiv-Wechsel ist in der Bildhauerei das am häufigsten gebrauchte „Werkzeug“, er hilft uns durch die Wiederholung der Anwendung Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten, neue Aspekte zu entdecken, andere Haltungen zu gewinnen, neue Handlungen zu wählen.

  • Wie wird eine harte Arbeit weich?
  • Wie wird eine schwere Aufgabe leicht?
  • Wie wird ein komplexes Problem kleinschrittig gelöst?

Fragen, die sich stellen und wie beiläufig eine Antwort finden, gleich-gültig vom persönlichen Ziel, an dem die Schaffenden arbeiten:

  • einem Mark-Stein im Fluss des eigenen Lebens,
  • einem Gedenk-Stein für einen geliebten Menschen,
  • einem Forschungs-Projekt, in dem unterschiedliche Persönlichkeits-Anteile eine Gestalt finden,
  • einem Kraft-Stein für persönliche Vorhaben,
  • einer Beziehungs-Metapher,
  • einem Familien-Stein oder
  • einem Zentrierungs-Objekt, in Form einer Kugel

Wo im Inneren manchmal Unfassbares oder Unaussprechliches ist, entsteht im Äußeren ein anzufassendes Etwas aus Stein. So wird Begreifen jenseits von Begriffen in einem sehr elementaren Sinne möglich. Der Stein schenkt Entschleunigung, Vertiefung und uns am Ende einen kraftvollen Anker für den Alltag. Es sind weder handwerkliche noch künstlerische Vorerfahrungen erforderlich. Alle notwendigen Werkzeuge werden von mir zur Verfügung gestellt und deren Umgang von mir vermittelt. Die Steine werden zum Einkaufspreis nach Kg abgewogen und vor Ort bezahlt.

Albert Widmann, Diplom-Psych., Psychotherapeut, Steinbildhauer, Stein-Coach. Ausbildung zum methoden-integrativen Psychotherapeuten und Stein-Bildhauer. Coaching-Ausbildung; Didaktik und Methodik in der Erwachsenenbildung an der Landeszentrale für Politische Bildung Berlin; HUNA-Hypnotherapieausbildung Arbeit als Kinder- und Jugendpsychotherapeut; Psychotherapeutische Arbeit mit Erwachsenen in eigener Praxis. Coaching von persönlichen Entwicklungsprozessen in Stein-Coaching-Seminaren (seit 1997); eigene Skulpturen in Marmor seit 1991; Ausstellungen in Konstanz, Zürich, Naxos, Potsdam und Berlin.