KLINISCHE SEMINARE 2022/23


08/22 Depression und Anhaltende Komplexe
Trauerreaktion aus gestalttherapeutischer Sicht
30. September bis 02. Oktober 2022, Augsburg
Trainer: Otto Glanzer

In dem Workshop sollen mehrere Perspektiven vorgestellt und diskutiert werden. Zuerst wird die klinische Phänomenologie von „Depression“ und „Anhaltende Komplexe Trauerreaktion“ anhand des DSM-5 dargestellt. Danach wird der Ansatz von Sidney Blatt, die Perspektive des Kontaktprozesses und zuletzt die neuere feldtheoretische Sichtweise von Gianni Francesetti diskutiert. Anhand von Fallbeispielen wird theoretisch und in der Rollenarbeit praktisch der Umgang mit den genannten Störungen erarbeitet. WEITER


09/22 Der Kraft der Angst auf der Spur
07. bis 09. Oktober 2022, München
Trainerin: Julia Schmaderer

Wir alle erleben täglich in unterschiedlicher Form, Ausprägung und Intensität Gefühle von Unsicherheit, Besorgnis, Beunruhigung, Vorsicht… als unterschiedliche Gesichter von Angst. Insofern begegnet uns das Thema Angst in der therapeutischen Praxis häufig und von vielen Menschen geschildert als den Lebensfluss hemmendes Gefühl, das zu mehr oder weniger Einschränkungen im Alltag der Klient:innen führt. WEITER


10/22 Die jüdischen Wurzeln der (Gestalt-)Psychotherapie
04. bis 06. November 2022, Würzburg
Trainer: Klaus Engel und Christof Weber

In diesem Seminar wollen wir Raum schaffen für die Wahrnehmung und Würdigung der überwältigenden Präsenz von jüdisch geprägten Menschen unter den Gründungsvätern und -müttern der Psychotherapie im allgemeinen (Freud, Rank, Reich, M. Klein, Moreno, Frankl, Cohn, Lowen, u.v.a.), wie auch in der GT im beson­deren (F. L. Perls, P. Goodman, E. und M. Polster; im weiteren Buber, Friedlaender, Goldstein, Lewin, Wertheimer, u.a.). An­schließend laden wir ein zu einem offenen, fragenden Gestalt-Dialog. WEITER


11/22 Sich-selbst-bewohnen-lernen
Zur Phänomenologie des Traumas aus gestalttherapeutischer Sicht
25. bis 27. November 2022, Augsburg
Trainerin: Monika Jäckle

In diesem Workshop spannen wir eine gestalttherapeutische Landkarte zum Phänomen des Traumas auf und widmen uns der Phänomenologie der Vulnerabilität: Über sinnlich-ästhetische Eindrücke nähern wir uns dem Phänomen des Traumatischen, untersuchen dabei die Polaritäten von Leere und Überschwemmung, explorieren die Dynamik der zersplitterten „Figur-Grundbildung“, erfahren uns in Lore Perls Kontakt-Support-Konzept und beziehen dabei auch machtkritisch die Politik des Traumas mit ein, indem wir uns im Besonderen dem Trauma Typ III, der strukturellen Gewalt und des Krieges, widmen. WEITER


12/22 Übertragung und Gegenübertragung
02. bis 04. Dezember 2022, München
Trainer: Michael Haid

Die Phänomene der Übertragung und der Gegenübertragung wurden von Sigmund Freud entdeckt und Anfang des 20. Jh. in die Psychoanalyse eingeführt. Über die Übertragung schrieb er: „Eine ganze Reihe früherer psychischer Erlebnisse wird nicht als vergangen, sondern als aktuelle Beziehung zur Person des Arztes wieder lebendig“, und umgekehrt können frühere Erlebnisse des Therapeuten in Form der Gegenübertragung den Therapieprozess maßgeblich beeinflussen. Durch das dialogische Prinzip der Gestalttherapie und den Schwerpunkt der Arbeit an der Beziehung zwischen Klient und Therapeut, kommt diesen Phänomenen also eine grundlegende Bedeutung in der Gestalttherapie zu. WEITER


13/22 Psychiatrie/Psychotherapie und Medikation
16. bis 18. Dezember 2022, im Raum Wien
Trainerin: Bettina Sulyok

Dieses klinische Seminar beschäftigt sich einerseits mit den Möglichkeiten der Psychotherapie im stationären Setting (Akutpsychiatrie, Psychotherapiestationen, Reha,…) und beleuchtet somit auch die Frage, wann diese stationären Settings notwendig/sinnvoll sind. Auch auf die Besonderheiten der stationären Psychotherapie soll ein Augenmerk gelegt werden. Andererseits soll die Frage nach der Sinnhaftigkeit von Medikation behandelt werden und ein Überblick über Medikamentengruppen, deren Wirkungsweisen und Nebenwirkungen gegeben werden. WEITER


01/23 Wiederbelebung des Selbst –
Körperzentriertes, dialogisches Arbeiten an der Grenze
13. bis 15. Januar 2023, Zürich
Trainer: Georg Pernter

Der Leib ist zentraler Ort der Erfahrung. Gestalttherapie ist leibzentriertes Arbeiten, ein ganzheitlicher, einsichtsorientierter Prozess innerhalb des Organismus/Umwelt-Feldes. Dieser spürende Modus, ausgehend von eigenleiblicher Wahrnehmung, soll einen integralen Gewahrseinsprozess aktivieren, der imstande ist, das Selbst wiederzubeleben, der Person als Ganzes als ein sich selbst erlebendes Subjekt zu begegnen. WEITER


02/23 Scham
20. bis 22. Januar 2023, im Raum Wien
Trainerin: Bezic Irena

Fritz Perls hat Scham meistens mit „Bedürftigkeit“ und „Kindlichkeit“ verbunden, dem Gefühl, anderen ohne kompetentes Selbst gegenüber zu stehen. Scham entsteht im Kontakt und wird auch durch Kontakt geheilt, speziell im therapeutischen Kontakt. Scham und Verwundbarkeit sind einander sehr nahe, sowie Verwundbarkeit und Nähe & Vertrauen einander nahe sind – was beides einen großen Einfluss auf die Beziehung zwischen Therapeut:innen und Klient:innen hat. In diesem Seminar werden wir das Phänomen „Scham“ von verschiedenen Seiten aus erleben und betrachten. WEITER


03/23 Körperdiagnostik
02. bis 05. Februar 2023, München
Trainer: Georg Pernter

Im Verlauf dieses Seminars erfahren die Teilnehmer:innen, wie sich Lebensgeschichte, Erfahrungen und Einstellungen im Körper manifestieren und Ausdruck finden. Sie setzen sich mit unterschiedlichen körperdiagnostischen Ansätzen auseinander und lernen entsprechende therapeutische Interventionsmöglichkeiten kennen. WEITER


04/23„Es gibt grad nichts zu tun“ – mit offenem Herzen absichtslos präsent sein
24. bis 26. Februar 2023, Würzburg
Trainerin: Irene Schneider

Präsenz im Hier und Jetzt – Gewahrsein dessen, was ist – zustimmen zu dem, was ist und wirkt – die Leere als schöpferisch erfahren – Fülle der Leere – geschehen lassen – Da-Sein – spontan und absichtslos – „Tun des Nichtstuns“ – sich der ruhigen und fließenden Energie jenseits der Polaritäten hingeben – unangestrengt und gelassen – „schöpferisch unparteilich“ sein. WEITER


05/23 ADHS bei Erwachsenen und Gestalttherapie
24. bis 26. Februar 2023, Zürich
Trainer:in: Gabriela Frischknecht und Heiner Lachenmeier

Ziel des Seminars ist es, sowohl den neurobiologischen Zusammenhang als auch die psychologischen Aspekte der ADHS zu erfassen. Die daraus ableitbaren Behandlungskonzepte sollen im gestalttherapeutischen Kontext beleuchtet werden. Besonderes Gewicht wird dabei auf das Verstehen der funktionellen Abläufe sowie auf das innere Erleben der Betroffenen gelegt. Gleichzeitig werden auch charakteristische Schwierigkeiten des sozialen und therapeutischen Umfeldes im Kontakt mit ADHS-lern thematisiert. WEITER


06/23 Trauma Totgeburt, Trauer: was ist wichtig für die therapeutische Praxis?
10. bis 12. März 2023, im Raum Freiburg
Trainerin: Martina Riedel

Wenn ein Kind noch vor der Geburt im Mutterleib oder kurz nach seiner Geburt stirbt, liegen Trauma und Trauer für alle Betroffenen dicht beieinander und bedürfen dennoch eigenständiger Beachtung im therapeutischen Prozess. Psychotherapeut:innen kommen zu einem späteren Zeitpunkt mit dieser Thematik in Berührung als Hebammen, Gynäkolog:innen, Klinikseelsorger:innen: vielleicht dann, wenn das soziale/berufliche Umfeld die Überwindung der Krise erwartet, sich eine Folgeschwangerschaft mit Ängsten ankündigt oder wenn die kreiselnde Trauer/das kreiselnde Trauma nicht enden will. WEITER


07/23 Gestalttherapie mit Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung
24. bis 26. März 2023, Zürich
Trainerinnen: Marita Melchers und Lisa Eckhard-Lieberherr

Auch Kinder und Erwachsene, die von Behinderungen betroffen sind, haben einen Bedarf an Therapie und Beratung. Aus unserer Erfahrung bietet die Gestalttherapie eine gute Grundlage, um auch diese vulnerable Gruppe zu unterstützen.
Mit diesem Seminar wollen wir auch andere Psychotherapeut:innen ermutigen, mit diesem Personenkreis therapeutisch zu arbeiten. Auch bereits Erfahrene in diesem Gebiet sind herzlich willkommen. Es werden zentrale Aspekte der Gestalttherapie in der Arbeit mit Kindern und Erwachsenen mit Beeinträchtigungen vorgestellt. WEITER


08/23 Gestalttherapeutische Arbeit mit strukturellen Störungen
12. bis 14. Mai 2023, im Raum Wien
Trainer: Hans Peter Weidinger

Schwere Defizite, traumatische Erfahrungen, pathologische Beziehungsangebote und chronische Konfliktsituationen in der frühen Kindheit können zu sogenannten „strukturellen Störungen“ (auch „frühe Störungen“ genannt) führen. Massive Selbstwert- und Beziehungsprobleme, innere Leere, Depressionen und ein chaotisches und gespaltenes Innenleben mit teils überbordenden Emotionen prägen das Seelenleben. WEITER


09/23 Gestalttherapie in der Arbeit mit Suchtkranken
23. bis 25. Juni 2023, Würzburg
Trainerin: Iris Roth

Wir werden uns in diesem Seminar auseinandersetzen mit eigenen süchtigen Anteilen als Grundlage des eigenen Sucht­verständnisses und der Möglichkeit zur Empathie, gestalttherapeutischen Theorien zur Suchtentwicklung und -behandlung und den beruflichen Erfahrungen der Teilnehmer:innen und der Referentin. Dabei werden wir ganz im Sinne der Gestalttherapie erfahrungs­gestützt arbeiten, das heißt wir setzen das theoretisch Erarbeitete beispielhaft um in Triaden und anderen Arbeitsformen. WEITER