KLINISCHE SEMINARE 2021/22


09/21 Vom Glanz und Schein des Schlichten
Für einen professionellen Umgang mit existenziellen Konflikten und Fragen nach Spiritualität

4. bis 6. Juni 2021
Trainer: Georg Pernter, Mag. theol.

Die Psychologie hat Spiritualität als ernstzunehmende Ressource entdeckt. Doch, die erlaubte und entscheidende Frage ist: Von welcher Spiritualität sprechen wir denn – bzw. genauer – welche Spiritualitäten (Plural!) eignen sich überhaupt im Umfeld von Beratung und Psychotherapie?
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11/21 „Sei du selbst und lebe dein Leben!“ Existenzielle Aspekte in der Gestalttherapie
15. bis 17. Oktober 2021
Trainer: Dipl. Psych. Winfried Wagner

Fritz Perls erhob wiederholt den Anspruch, dass die Gestalttherapie eine existenzialistische Therapie sei. Was aber macht eine Psychotherapie zu einer „existenzialistischen Therapie“? Nach Yalom (1989) geht es inhaltlich „nicht mehr nur um Konflikte mit unterdrückten instinkthaften Antrieben oder mit internalisierten bedeutsamen Erwachsenen“, sondern stattdessen um Konflikte, die „aus der Konfiguration des Individuums mit den Gegebenheiten der Existenz hervorgehen.“
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12/21 Die jüdischen Wurzeln der (Gestalt-) Psychotherapie
12. bis 14. November 2021
Trainer: Dipl. Psych. Klaus Engel und Christof Weber

In diesem Seminar wollen wir Raum schaffen für die Wahrnehmung und Würdigung der überwältigenden Präsenz von jüdisch geprägten Menschen unter den Gründungsvätern und -müttern der Psychotherapie im allgemeinen (Freud, Rank, Reich, M. Klein, Moreno, Frankl, Cohn, Lowen, u.v.a.), wie auch in der GT im besonderen (F. L. Perls, P. Goodman, E. und M. Polster; im weiteren Buber, Friedlaender, Goldstein, Lewin, Wertheimer, u.a.).
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13/21 Annäherung an das Thema: Sexualität, Eros und Sinnlichkeit in Therapie und Beratung
19. bis 21. November 2021
Trainerin: Monica Somacal Graf

Die sexuelle Landkarte ist vielfältig und im Wandel. Sexuelle Identitätsgrenzen sind flexibel. LGBTQ, Hetero oder Asexuell. Monogamie versus Polyamorie. Dies Bedarf einer gewissen Orientierung. Eigene innere Bilder, Werte und Haltungen prägen unsere therapeutischen Möglichkeiten und Grenzen. Um den Klienten die inneren Räume von Sinnlichkeit, Eros und Lust betreten zu lassen und ihnen zu ermöglichen dafür die Verantwortung zu übernehmen, bedarf es genügender sexueller Selbstsicherheit der Therapeuten, Therapeutin/Beraterin, Berater.
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14/21 Gestalttherapie in der Psychosomatik
10. bis 12. Dezember 2021
Trainer: Dr. med. Christian Bachl

In diesem Seminar werden die gestalttherapeutischen Möglichkeiten im Rahmen der psychosomatischen Diagnostik und Therapie in den Mittelpunkt gestellt.
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01/22 Der Körper, das Trauma und der Affekt
4. bis 6. Februar 2022
Trainer: Christian Fuchs

Es gibt kaum eine Therapieform die geeigneter wäre, die Erkenntnisse der Polyvagaltheorie in die Praxis umzusetzen, als die Gestalttherapie. Dabei geht es um die Schaffung einer Verständnisgrundlage, wie im gestalttherapeutischen Prozess gezielt mit autonomen Körperreaktionen gearbeitet werden kann. Gerade beim erlebnisorientierten Vorgehen der Gestalttherapie sind diese autonomen Körperreaktionen häufig zu beobachten und begleiten Kontaktunterbrechungen oder sind sogar deren Ursache.
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01a/22 Depression und Aggression
11. bis 13. Februar 2022
Trainerin: Barbara Knittel, Mag.a

Zwei Pole einer Bewegung – zum einen nach außen in den vehementen Ausdruck, zum anderen nach innen in eine stille Verarbeitung. In dieser Bewegung geht es darum sowohl körperlich wie auch seelisch immer wieder die Balance zu finden. Dabei können auch psychische Probleme und Störungen entstehen.
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02/22 Que(e)re Psychotherapie – Geschlechtervielfalt verstehen:
Psychotherapeutische Kompetenzen in der Arbeit mit LGBTIQ Menschen
18. bis 20. Februar 2022
Trainerinnen: lic. phil. Petra Kleeb, und lic. phil. Dipl. Geogr. Rebecca Saladin

Homo- und Bisexualität wurden bis 1992 als Krankheiten und Störungen eingeordnet und erst in der ICD-10 entpathologisiert. Heute wird davon ausgegangen, dass die sexuelle Orientierung nichts mit einer krankhaften Entwicklung zu tun hat, sondern wie die Heterosexualität das ganze Spektrum von Gesundheit und Krankheit enthält. Auch die Geschlechtsinkongruenz (Trans*) wird heute (mehrheitlich) nicht als psychische Störung dargestellt, wobei die Entpathologisierung in den Diagnosemanualen noch ausstehend ist. Ist somit ein Seminar zu LGBTIQ-Themen heute nun überflüssig?!
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03/22 Gestalttherapeutische Arbeit mit strukturellen Störungen
25. bis 27. März 2022
Trainer: Dr. med. Hans-Peter Weidinger

Schwere Defizite, traumatische Erfahrungen, pathologische Beziehungsangebote und chronische Konfliktsituationen in der frühen Kindheit können zu sogenannten „strukturellen Störungen“ (auch „frühe Störungen“ genannt) führen. Massive Selbstwert- und Beziehungsprobleme, innere Leere, Depressionen und ein chaotisches und gespaltenes Innenleben mit teils überbordenden Emotionen prägen das Seelenleben. In der Arbeit mit strukturellen Störungen sind wir als Therapeut*in gefordert, wie ein „Fels in der Brandung“ Halt und Orientierung zu geben und dem verletzten und zurückgezogenen Selbst liebevoll zu begegnen, um seine Heilung und Neustrukturierung zu ermöglichen.
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04/22 Der Kraft der Angst auf der Spur
25. bis 27 März 2022
Trainerin: Dr. phil. Julia Schmaderer

Wir alle erleben täglich in unterschiedlicher Form, Ausprägung und Intensität Gefühle von Unsicherheit, Besorgnis, Beunruhigung, Vorsicht… als unterschiedliche Gesichter von Angst. Insofern begegnet uns das Thema Angst in der therapeutischen Praxis häufig und von vielen Menschen geschildert als den Lebensfluss hemmendes Gefühl, das zu mehr oder weniger Einschränkungen im Alltag der Klient*innen führt.
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05/22 Offene Trauerprozesse in der Gestalttherapie
22. bis 24. April 2022
Trainerin: Dipl. Psych. Andrea Heinz

Trauer und Tod gehören zum Leben dazu. Dennoch zählt dieses Erleben heute zu den großen Herausforderungen unserer Zeit und braucht zunehmend therapeutische Begleitung. V.a. ein plötzlicher, unerwarteter Tod lieber Menschen versetzt uns schlagartig in einen schmerzhaften und unwirklichen Ausnahmezustand. Bewährte Bewältigungsstrategien laufen ins Leere. Gerade, wenn den Tod traumatische Umstände begleiten (wie z.B. Unfall, Gewalt, Suizid, Naturkatstrohe etc.) ist ein normaler Trauerprozess ohne therapeutische Hilfe besonders schwierig.
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06/22 Sucht
29. April bis 1. Mai 2022
Trainerin: Dipl. Psych. Iris Roth

Wir werden uns in diesem Seminar auseinandersetzen mit eigenen süchtigen Anteilen als Grundlage des eigenen Suchtverständnisses und der Möglichkeit zur Empathie, gestalttherapeutischen Theorien zur Suchtentwicklung und -behandlung und den beruflichen Erfahrungen der Teilnehmer*innen und der Referentin.
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07/22 Verstehen und Behandeln von Borderline-Störungen
20. bis 22. Mai 2022
Trainerin: Muriel Spinner, Psychologin

Integration von Gestalttherapie und dialektisch behavioraler Therapie nach M. Linehan (DBT). Die Arbeit mit Borderline-Betroffenen wird nie langweilig. Sie ist dynamisch, emotional und anstrengend. Das Beachten und Kommunizieren der eigenen Grenzen und der eigenen Gefühle im Kontakt ist dabei von zentraler Wichtigkeit. Die Auswirkungen einer Borderline-Störung betreffen meist fast alle Gebiete des Lebens der Betroffenen, was nach einer sinnvollen Strukturierung und Vorgehensweise in der Therapie verlangt.
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